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Dienstag, 15. September 2015

Die natürliche Geburt meines Sohnes - endlich ist er da


Nachdem ich es die letzten Wochen kaum noch erwarten konnte, dass es endlich los geht, haben bei mir Ende der 39. Schwangerschaftswoche Wehen eingesetzt. Ich bin nachts aufgewacht und spürte ein Ziehen in der Leistengegend und im Kreuzbeinbereich, jedoch waren die Schmerzen nicht sehr stark. So zog sich das Ganze über Stunden.
Ich wusste, dass man mit so leichten und noch dazu unregelmäßigen Wehen kein Kind gebären konnte und deshalb machte ich an dem Tag ganz normal meinen Haushalt, eher sogar extra gründlich :). Die Wehen setzten zwischendurch auch für eine Weile aus, sodass ich etwas schlafen konnte.
Als dann am Abend die Wehen immer noch nicht stärker waren, legte ich mich wieder ins Bett. Ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben, dass es jetzt tatsächlich losgehen sollte und schlief noch ein bisschen.
Um halb elf waren die Wehen dann wieder recht präsent und ich war irgendwie unruhig. Ich hatte echt ein komisches Gefühl und weckte meinen Mann mit der Bitte jetzt ins Krankenhaus zu fahren. Mehr, als dass wir wieder heimgeschickt werden, konnte uns ja nicht passieren.
Nach etwa zehn Minuten Fahrt hatte ich das Gefühl, dass in mir ein Luftballon platzt und dann lief auch schon das Fruchtwasser. Ich dachte in dem Moment nur: "Oh nein, der Autositz!". Dann setzten aber sehr heftige Wehen ein und ich wusste, mein Sohn wollte jetzt auf die Welt kommen - und zwar schnell.
Nur zwei Stunden nachdem wir das Krankenhaus erreicht hatten hielt ich mein kleines Löwenbaby im Arm. Zwar hatte ich mir die Geburt etwas anders vorgestellt - ich wollte auf dem Gebärhocker entbinden und nicht auf dem Bett, aber dafür war in dem Moment keine Zeit mehr - aber mein vorrangiges Ziel einer natürlichen Geburt ohne Schmerzmittel und Medikamente hatte ich erreicht und noch nicht mal einen Dammriss oder -schnitt davongetragen.
Es war ein unglaubliches Erlebnis und ich bin froh darüber es so erlebt zu haben.

Körperlich bin ich jetzt, eine Woche nach der Entbindung schon wieder sehr fit, ich war auch nie bettlägrig, lediglich am zweiten und dritten Tag sehr erschöpft. Ich stille voll, was auch recht gut klappt und wickel mit den Stoffys - das macht so viel Spaß!
Mein Löwchen ist ein richtiger Engel und lässt mir genügend Schlaf. Alles in allem bin ich wohl mit sehr viel Glück gesegnet - hoffentlich bleibt das so!

Genaueres zu Wochenbett, Stoffbinden, Stillen und Stoffwickeln folgt in nächster Zeit, sobald wir die Produkte ausführlich getestet haben.

Freitag, 17. Juli 2015

Meine Kliniktasche für Geburt und Krankenhausaufenthalt

Wie bereits erwähnt habe ich bereits angefangen meine Kliniktasche zu packen. Das liegt einfach daran, dass ich immer wieder mit vorzeitigen Wehen zu kämpfen habe und deshalb auf der sicheren Seite sein möchte.
Ich weiß noch nicht, wie lange ich in der Klinik bleiben werde. Beim Vorgespräch meinte eine Beleghebamme, es sei bei ihnen üblich, dass die Mütter nach einer vaginalen Geburt fünf Tage bleiben, nach einem Kaiserschnitt länger. Fünf Tage kommen mir schon recht lange vor und ich kann mir vorstellen, dass ich nur zwei Tage bleibe, vllt. sogar nur zur ambulanten Geburt. Aber ich möchte mich nicht festlegen, deshalb packe ich die Tasche einfach mal für ein paar Tage und lege zu Hause einige Klamotten bereit, sodass sie mein Mann nur mitbringen müsste.
Ich packe auch mehrere verschiedene Taschen, eine für die Geburt und eine fürs Wochenbett im Krankenhaus und eine für die Heimfahrt, in der sich dann auch die Babyklamotten befinden. Im Krankenhaus möchte ich die dort zur Verfügung gestellten Babysachen verwenden.

 In die Tasche für die Geburt kommt:
  • ein graues Nachhemd, das nicht so lang ist 
  • ein weites Bandshirt und eine Jogginghose, welche ich vllt. in der Anfangsphase tragen werde
  • warme Socken mit ABS, damit die Füße nicht kalt werden
  • Crocs, meine bequemsten Hausschuhe
  • Stillshirt und Still-BH wenn die Geburt vorüber ist
Was hier noch fehlt sind bequeme Klamotten für meinen Mann und meine Brillendose.


Der Kulturbeutel kommt ebenfalls in die Geburtstasche, damit ich mich falls nötig zwischendurch frisch machen kann. Hier habe ich auch viele von den Pröbchen reingepackt, mit denen man als Schwangere überschüttet wird. In ein kleines Schminktäschchen kommen dann noch ein paar Schminksachen, aber nur das nötigste, damit ich mich wohl fühle.
  • Zahnbürste und Zahnpasta
  • ein kleines Fläschen Geburtsöl von Ingeborg Stadelmann: damit darf mir mein Mann das Kreuzbein massieren :)
  • Haargummis
  • Kontaklinsendose und Kochsalzlösung
  • kleine Gesichtscreme von Louis Widmer
  • Lippenpflegestift mit Bienenwachs
  • große Haarbürste für meine langen Haare
  • Brustwarzensalbe, falls ich wund werde
  • Necessair für die Nagelpflege
  • Rasierer falls ich mich unter den Armen rasieren möchte. Da fühl ich mich einfach wohler.
  • Shampoo und Spülung von Alverde. Diese beiden Fläschchen benutze ich schon seit ein paar Jahren und spüle sie wenn sie leer sind, damit ich sie wieder befüllen kann. 
  • Duschcreme von Bübchen Mama
  • Waschgel mit Calendula von Bübchen
  • Massageöl von Bübchen Mama. Ich habe gelesen, dass man den Bauch nach der Geburt mit Massageöl einreiben soll, um die Rückbildung zu fördern.
  • Bodylotion von Babydream
  • Homöopathieset mit Globuli für die Geburt und fürs Wochenbett

In die Tasche für den Krankenhausaufenthalt kommt:
  • Handtücher: ein großes Duschtuch, zwei mittlere Handtücher und drei Waschlappen
  • mein grüner Bademantel, den ich schon seit einigen Jahren besitze, aber noch nicht so oft in Gebrauch war. Mal sehen, ob ich ihn im Krankenhaus gebrauchen kann :)
  • zwei Schlafanzüge mit Stillfunktion, da ich absolut kein Freund von Nachthemden bin
  • zwei Jogginghosen
  • zwei Langarmshirts zum Aufknöpfen und ein T-Shirt mit Stillfunktion
  • ein paar riesige Schlüppis (wobei ich eigentlich die Netzhöschen aus dem KKH nehmen will)
  • drei Still-BHs
  • eine Ladung Socken
  • Essen: Joghurt-Gummibärchen, vakuumiertes Brot und Reiswaffeln mit Schoko
Dann kommen natürlich noch die ganzen Unterlagen wie Stammbuch, usw. dazu.

Für die Heimfahrt habe ich gepackt:
  •  Eine Jeans und ein langärmliges Stillshirt für mich
  • zwei Mullwindeln
  • zwei Bodys, einer in Gr. 50 und ein zweiter in 50/56, da ich nicht weiß, welcher besser passen wird
  • eine Stickjacke
  • zwei Stoffwindeln
  • eine Wickeljacke mit einem Igel drauf und dazu eine dunkelblaue Hose (beides Gr. 56)
  • ein langärmliger Strampler mit Elefanten in Gr. 50
  • zwei Mützchen und ein paar Söckchen
Meine Babyklamotten habe ich größtenteils gebraucht als ganze Pakete über Ebay gekauft. Das schont die Umwelt, ist seeeeehr viel günstiger, die Schadstoffe sind bereits ausgewaschen und es macht riesig Spaß, wenn ein "Überraschungspaket" ankommt. Außerdem habe ich darauf geachtet möglichst neutrale Farben und Muster zu ersteigern, damit ich die Klamotten meinen (geplanten) weiteren Kindern anziehen kann :). Ich habe mir auch ein paar wenige Sachen neu angeschafft, insbesondere aus Biobaumwolle, Wolle und Seide. Dazu folgt noch ein Blogeintrag.

Falls ihr meint, ich hätte beim Packen noch grundlegende Dinge vergessen, lasst mir bitte einen Kommentar da.